Ein Dankeschön

Die Praktikumszeit ist vorbei, doch…

Da uns das Baustofflabor großzügigerweise auch nach der vorlesungsfreien Zeit einen Arbeitsplatz auf ihrem Gelände zur Verfügung stellt, haben wir die Möglichkeit weiterzuarbeiten, worüber wir uns sehr freuen. Außerdem hat eine Gruppe von 10 bis 12 Drittsemestern des Bauingenieurwesens sich bereit erklärt regelmäßig beim Betonieren zu helfen.

Deshalb haben wir beschlossen, zwei Mal pro Woche abwechselnd zu viert Bügel zu betonieren. Diese Idee wird nur durch das sich schnell ändernde Wetter in ein paar Wochen, wenn es friert, schwierig werden, da wir im Freien arbeiten. Wir hoffen dennoch bis dahin viel zu schaffen, sodass erste Ergebnisse bis zum Ende der Vorlesungen auf der Wiese des Beyer-Baus sichtbar sein werden, da wir planen in den nächsten Monaten das Krabbelfeld abschnittsweise entstehen zu lassen. Unsere Erfahrungen, die wir bisher beim Betonieren erlangen konnten, werden an der Verbesserung der Qualität unserer Bügel sichtbar.

Dafür möchten wir den vielen helfenden Händen danken, nicht nur für die Qualitätssteigerung der Bügel, sondern auch für die ehrenamtliche Arbeit. Viele der Studenten helfen trotz unseres gefüllten Stundenplans jede Woche und zeigen uns damit, dass unser Projekt der Mühe wert ist. Vielen Dank!

Von Ulrike Hempel

Ende der vorlesungsfreien Zeit – Stand der Dinge

Die Zeit des intensiven Arbeitens ist zunächst vorbei, da ab morgen das neue Semester beginnt. In den letzten Wochen wurden Schalformen hergestellt, die für die Produktion der Bügel notwendig sind. Der Formenbau ist nun beendet, die ersten Bügel sind bereits hergestellt und Weitere werden noch während des Semesters folgen. Der Bereich, der für die Betonage genutzt wird, wurde mit einer Plane abgehängt, um ihn vor wetterbedingten Einflüssen zu schützen.

Von Ronja Marwedel

Unsere Unterstützung: Die Sponsoren

Nun ist es soweit: Alles wird bereits gebaut und keiner hat eine Ahnung, wo das ganze Material herkommt. Deswegen wollen wir euch jetzt ein wenig darüber informieren, von wem was gesponsert wird, denn ohne Sponsoren wäre das Projekt wohl kaum zu realisieren. Und wir wollen uns auch schon mal im Voraus für alles bei den Sponsoren bedanken.

Angefangen beim Zement für die Fundamente von Lafarge die uns auch schon eine weitere Zusammenarbeit zugesichert haben.

Den Sand für die Fundamente haben wir hingegen von der Firma Cemex bekommen. Durch den relativ feinen Sand mit einer Körnung von 0,2 mm -2 mm ergibt sich eine sehr gute Qualität in Form von Sichtbeton, die auch benötigt wird, weil die Fundamente an manchen Stellen aus der Erde hinausragen.

Die Bügel hingegen werden mit Fertigbeton von Pagel in eine aus Epoxidharz und Glasfasermatten bestehen Form gegossen. Diese wurde mit Hilfe von gefrästen Schaumstoffteilen und dem Harz von Sika geformt.

Zudem wollen wir auch das Baustofflabor mit seinen freundlichen Mitarbeitern erwähnen, die uns bei allen Fragen zur Herstellung, mit Werkzeug sowie Hilfe unterstützen.

Von Paul Pingler (Student aus dem zweiten Semester Bauingenieurwesen)

Weitere Fortschritte – Die vierte Woche

In dieser Woche wurde weitere Teile der Schalformen laminiert und danach ausgebessert. Zur Aussteifung werden unter Anderem Hölzer eingebracht, da sich die Formen ansonsten bei der späteren Betonage der Bügel zu stark verformen würden. Am Ende der Woche soll der erste Bügel mit diesen Schalformen betoniert werden.

Von Ronja Marwedel (Studentin aus dem zweiten Semester Bauingenieurwesen)

Die dritte Woche

Die Materialien

Freundlicherweise unterstützen uns einige Firmen durch das Spenden von Materialien, sodass die Umsetzung unseres Projektes ermöglicht werden kann.
Die Firma Lafarge spendete uns Zementsäcke, die durch die Lieferung von Sand der Firma Cemex für die Herstellung der Fundamente verwendet werden können.
Der Beton für die Bügel wurde uns von der Firma Pagel gespendet.

Erste Schritte sind getan – Die zweite Woche

Diese Woche wollen wir die Schalformen herstellen, weshalb die Holzkästen mit den jeweiligen Sika-Blöcken zusammengesetzt werden müssen. Nach dem Eingießen und Ausschalen der Betonnegative werden darauf die grünen  Schalformen der einzelnen Module aus Tränkharz und Glasfasern hergestellt. Danach sind wir in der Lage die ersten modulartigen Bügel abzunehmen. 

Weiterhin sollen viele Fundamente entstehen, die betoniert und ausgeschalt werden müssen.

Von Ulrike Hempel (Studentin aus dem zweiten Semester Bauingenieurwesen)

Beginn der Arbeit – Die erste Woche

Nun ist es soweit. Die Prüfungszeit verging für uns schneller als wir dachten und nach der Erleichterung die Klausuren überstanden zu haben folgt für viele Studenten das Pflichtpraktikum. Für das Projekt „Spiel_Ort“ bedeutet das die Umsetzung unseres Zieles der Realisation des Krabbelfeldes und somit der Beginn des monatelang geplanten Baus der Betonbügel.

Die erste Woche des Praktikums soll zunächst der Arbeitsvorbereitung dienen. Da das Institut für Baustoffe uns das Baustofflabor zur Verfügung stellt, haben wir die Möglichkeit die Freiflächen für unsere Arbeiten zu nutzen, weshalb eine Überdachung und eine geschützter Bereich für Zement und Beton der Firmen Pagel und Lafarge geschaffen werden müssen. Außerdem soll mit Platten ein Weg geebnet werden, damit wir ungehindert unsere Bügel transportieren können.

Des Weiteren werden die Kunststoffblöcke von der Firma Sika gefräst, um ummantelt mit von uns geformten Holzkästen eine Grundlage für die Betonnegative der modulartigen Bügel zu bilden.

Bei den Fundamenten haben wir uns für Fertigteile entschieden, weshalb dafür Kästen gebaut und diese mit Beton ausgegossen werden müssen.

Außerdem soll die Möglichkeit der Verbindung der Bügel mit den Fundamenten durch Mörtel überprüft und getestet werden.

Ein weiterer wichtiger Diskussionspunkt war die Fugenfrage zwischen den einzelnen Betonbügeln, die diese Woche auch durch Umsetzung gelöst werden wird.

Wenn diese ersten Schritte der Realisation erfolgreich getan worden sind, wird sich nach etwa zwei bis drei Wochen eine Routine im Ablauf der Bügelherstellung einstellen können, sodass eine Fertigstellung des Krabbelfeldes unseres Projektes „Spiel_Ort“ am Anfang des nächsten Semesters nichts mehr im Wege steht.

Von Ulrike Hempel (Studentin aus dem zweiten Semester Bauingenieurwesen)

Besuch bei der Dresdner S+F-Bau GmbH – Textil als innovativer Verbund mit Beton

Auf dem ersten Blick scheint es nicht zusammen zu passen Textil mit Beton zu verarbeiten, doch wer sich von der Vorstellung löst, dass Textiles nur in Form von Bekleidung existiert, wird feststellen, dass diese Verbindung eigentlich gar nicht so abwegig ist, wie sie vielleicht zunächst scheint.

Um sich von der Produktion einer solchen textilen Bewehrung selbst ein Bild machen zu können, besuchten einige Studenten den Sonderforschungsbereich der TU Dresden, der uns auch die Gelege für unsere Bügel zur Verfügung stellt und somit einen großen Beitrag für das Projekt leistet.

Im Allgemeinen können textile Gelege aus Carbon oder Glas bestehen, welche durchaus höhere Festigkeiten aufnehmen können als Stahl. Allerdings hängt die endgültige Belastbarkeit eines Bauteils am Ende stark von dem Verbund zwischen Gelege und Beton ab, wie uns bei dem Besuch des SFB erklärt wurde. Um diesen Kontakt zu verbessern wird das Gelege anschließend beschichtet. Die endgültige Festigkeit kann allerdings nur durch entsprechende Zugversuche bestimmt werden.

Doch bevor es soweit ist, werden die einzelnen Fasern, wobei sich der SFB auf die Verwendung von Carbonfasern spezialisiert hat, zu Strängen zusammengefasst, aufeinander gelegt und anschließend die Längsfäden des entstehenden Geleges mit dünneren Fäden umführt.

Möglich sind bei der Herstellung sowohl biaxiale als auch multiaxiale Gelege, für unsere Zwecke reichen biaxiale Gelege jedoch aus.

Das Zusammenfassen zu Strängen hat unter Anderem den Hintergrund, dass so kein plötzliches Versagen eintritt, sondern zunächst die äußeren Fasern reißen können, während die inneren, die keinen Kontakt zum Beton haben, noch halten und die Möglichkeit haben zu gleiten. Dadurch sind vor dem Versagen des Bauteils bereits Risse erkennbar, sodass rechtzeitig reagiert werden kann.

Doch natürlich bleibt zu hoffen, dass dieser Fall nicht eintritt und für uns im Speziellen, dass die Bügel den Belastungen durch Wind und Wetter, Kinder und Studenten standhalten.

Von Ronja Marwedel (Studentin aus dem zweiten Semester Bauingenieurwesen)

Spiel_Ort: Spiel der Ideen

„Ich baue einen Spielplatz.“
Dieser Satz löste in den letzten Wochen bei meinen Verwandten und Bekannten Neugier und Verwunderung aus.
Natürlich waren sie skeptisch, als ich ihnen erzählte, dass er aus Textilbeton gebaut werden soll, da das Material graue, einfallslose Quaderblöcke vermuten lässt.
Genau das glaubte ich auch, als ich mich wie etwa 25 weitere Kommilitonen meines Jahrganges dazu entschloss beim Projekt „Spiel_Ort“ mein Pflichtpraktikum für das Studium zu absolvieren.
Gleich bei den ersten praktischen Arbeiten erwies es sich aber als Fehleinschätzung:
Die zu fertigenden Betonbügel hatten eine Dicke von 6 cm und werden mittlerweile sogar noch schlanker hergestellt. Außerdem besteht die Überlegung sie durch Zugabe von Pigmenten bunt und somit für Kinder ansprechend zu gestalten.

Und noch eine Überraschung hielt das Projekt „Spiel_Ort“ für mich bereit:
Es wurden nicht nur fleißige Helfer für die Ausführung des Baus gesucht, sondern auch Eigeninitiative und Ideen.
Durch das Planungsteam wurden dringend Nachfolger gesucht, die sich um die Organisation und Projektleitung kümmern sollten, was durch den hohen Andrang an Freiwilligen glücklicherweise kein Problem darstellte.
Ich habe die Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit und Blogeintragungen übernommen, werde aber trotzdem weiterhin praktisch tätig sein.

Des Weiteren ist für mich interessant, dass Ideen bei der Umsetzung der Planung gerne gesehen sind.
So gibt es zum Beispiel einen Handabdruck in dem des sich auf der Wiese hinter dem Beyer-Bau befindlichen Grundsteins, welcher von einer Kommilitonin als zusätzliche Entdeckungsmöglichkeit und Freude beim Spielen vorgeschlagen wurde.
Der Gedanke soll durch kleine Steine, Muscheln oder Blätter, die an den Innenseiten der Bügel befestigt werden, ausgebaut werden.
Genau diese Möglichkeit der Ideeneinbringung macht das Projekt „Spiel_Ort“ zu einer Gelegenheit sich selbst auszuprobieren, mit Kommilitonen über Vorschläge und deren Realisation zu diskutieren und mögliche Abläufe eines Projektes kennen zu lernen.

Im Oktober soll der erste Teil des Spiel_Ortes stehen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun, aber wenn das geschafft ist, kann jeder von uns stolz behaupten:
„Ich habe einen Spielplatz gebaut.“

Von Ulrike Hempel (Studentin aus dem zweiten Semester Bauingenieurwesen)

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